Author Archives: oghilscher

NOVA 24 ist erschienen!

Die 24. Ausgabe des preisgekrönten SF Magazins ist erschienen.

Uwe Post „Asgard-Fluktuationen“
Frank Lauenroth „In Dubio Pro Roboto“
Sven Klöpping „Elektrozombies in Berlin!“
Sami Salamé „Kiss‘n‘Kill“
Christian Endres „Fahrenheit 2451“
Marcus Hammerschmitt „Vor dem Fest“
Marc Spaeni „32 Minuten über Blainsburg“
Tobias Reckermann „Saphirblau“
Norbert Stöbe „Honeypot“
Olaf Kemmler „Ich erinnere mich an meinen Tod“
Fabian Tomaschek „Das letzte Gefecht der Atacama“
Gheorghe Sasarman „Die Quadratur des Kreises“ (Gaststory)
Nachruf für Wolfgang Jeschke.

Das Titelbild stammt von Lothar Bauer.

Bestellen kann man es über den Webshop, bzw. direkt NOVA 24 bestellen.

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Nova 23 ist erschienen

Was lange währt, ist endlich gut. Die neueste Ausgabe kann ab sofort bestellt werden. Die meisten Abonnenten dürften sie bereits in ihrem Briefkasten haben.

Mit dieser Ausgabe begeben wir uns endgültig in den sicheren Raumhafen eines Verlages. Nachdem bereits die Ausgabe 22 mit Hilfe von Jürgen Eglseer und seinem Amrun-Verlag herausgegeben wurde, erscheint Nova zukünftig dauerhaft in diesem Verlag. Selbstverständlich bleiben wir redaktionell völlig unabhängig und es wird unsere Leser freuen, dass wir den Umfang des Magazins auf 200 Seiten erhöhen.

Mit der 23. Ausgabe legen wir seit längerer Zeit mal wieder eine Themenausgabe vor, in der wir versucht haben, Kurzgeschichten und Beiträge zu einem, wie wir finden, äußerst interessanten Thema zusammenzustellen: Musik der Zukunft / Zukunft der Musik.

Die Nähe der SF-Welt zur Musikszene ist größer, als manche glauben dürften. Michael Moorcocks Arbeit für die legendäre Space Rock Band Hawkwind oder zahlreiche großartige Romane wie Auf den Flügeln des Gesangs von Thomas M. Dish oder Schattenklänge von Lewis Shiner zeugen von einer engen Beziehung vieler Autoren zur Musik. Es freut uns deshalb, dass es uns gelungen ist, auch im Bereich der deutschsprachigen Kurzgeschichte viele faszinierende Variationen dieses Themas zusammenzutragen und unseren Lesern zu präsentieren.

Thematisch eingeleitet wird die Ausgabe durch den kenntnisreichen Beitrag „Musik & SF“ von Franz Rottensteiner. Unter anderem unter den Autoren vertreten sind Marcus Hammerschmidt, Michael Marrak, Frank Hebben und, als Nachdruck, der leider viel zu früh verstorbene Thomas Ziegler.

Inhalt Nova 23:
Franz Rottensteiner: Musik & SF
Marcus Hammerschmitt: In Wien ist die Musik
Gabriele Behrend: Tremolo
Marc Späni: Dr. Kojimas Cyber-Symphonic Orchstra
Karsten Kruschel: Was geschieht dem Licht am Ende des Tunnels?
Norbert Stöbe: Shamané
Michael Marrak: Das Lied der Wind-Auguren
Thomas Adam Sieber: Sodom Jazz Festival
Guido Seifert: Le Roi est mort, vive le Roi!
Frank Hebben: Cantus
Stephen Kotowych: Saturn in g-Moll
Martina Claus-Bachmann: Das Fremde als Konstrukt – Musik und Science Fiction
Thomas Ziegler: Unten im Tal

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NOVA 23

Wir sind mit den Arbeiten in den letzten Zügen, dann geht die dreiundzwanzigste Ausgabe von NOVA in die Druckerei.
NOVA 23 ist eine dicke Themenausgabe (194 Seiten!), es gibt 11 Stories, die sich um „Science Fiction und Musik“ drehen, von Autorinnen und Autoren wie Marcus Hammerschmidt, Gabriele Behrendt, Marc Späni, Karsten Kruschel, Norbert Stöbe, Michael Marrak, Thomas Adam Sieber, Guido Seibert und Frank Hebben. Dazu eine Story des kanadischen SF-Autors Stephen Katowych, einen Klassiker von Thomas Ziegler, sowie einen Essay zum Thema von Martina Claus-Bachmann. Wie immer illustriert von unseren herausragenden Nova-Illustratoren. Das Titelbild stammt dieses Mal von Kurd-Laßwitz-Preis-Gewinner Dirk Berger.

Erscheinen wird NOVA 23 übrigens – und das ist neu – im Amrûn Verlag, und wird auch via ISBN über den normalen Buchhandel zu beziehen sein. Näheres unter www.amrun-verlag.de

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NOVA 22 kann erscheinen

Nach den Querelen der letzten Wochen steht nun fest: NOVA 22 kann erscheinen! Dank des Einsatzes von Jürgen Eglseer und seines Amrûn Verlags wird NOVA 22 Mitte Januar 2014 an die Abonnenten ausgeliefert und kann dann auch im Web-Shop bestellt werden. Die eBook-Version wird bereits Mitte bis Ende nächster Woche für den Kindle auf Amazon, und als EPUB auf Amrûn Markt verfügbar sein.

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Warum NOVA 22 noch nicht erschienen ist

Wir haben uns jetzt sehr lange bedeckt gehalten, warum NOVA 22 nicht wie geplant Ende Oktober erschienen ist. Es lag nicht – wie gemutmaßt wurde – am Schlendrian der NOVA-Redaktion. Die Druckvorlage für NOVA 22 ist seit Anfang Oktober fertig.

Berechtigterweise gab es viele Nachfragen, die wir bisher nicht beantworten konnten, da sich die ganze Angelegenheit sozusagen in der Schwebe befindet. Daher muss bis auf weiteres folgende Information reichen:

Der Pressevertrieb, der NOVA an die Bahnhofsbuchhandlungen auslieferte, hat trotz mehrfacher Anmahnung erst am 6.Dezember die Abrechnung für NOVA 21 vorgelegt. Und offensichtlich kann oder will der Pressevertrieb seine finanziellen Verpflichtungen uns gegenüber nicht in voller Höhe und wie vereinbart erfüllen. Der Vertrag mit dem Pressevertrieb wurde als Konsequenz von uns gekündigt und ein zivilrechtliches Verfahren auf den Weg gebracht. Dieses wird aber vermutlich sehr langwierig.

Das bringt NOVA in die höchst unangenehme Situation, dass faktisch knapp fünftausend Euro in der Kasse fehlen. NOVA 22 drucken zu lassen, geschweige denn die Honorarverpflichtungen den Autoren und Künstlern gegenüber zu erfüllen, ist uns zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich.

Wir betreiben NOVA als unser Hobby, weil wir die Science Fiction und das Medium Kurzgeschichte lieben. Momentan befinden wir uns in einem Zustand von Frust und Demotivation, die für einen Außenstehenden wahrscheinlich nur schwer nachzuvollziehen ist. Dennoch sind wir – also Michael K. Iwoleit und Olaf G. Hilscher – fest entschlossen, dass dies NICHT das Ende von NOVA sein kann oder darf.

Wir diskutieren derzeit einige Ideen, wie wir kurzfristig einerseits an Geld kommen und andererseits zukünftig unsere Vertriebsstruktur aussehen kann. Dazu werden wir uns in den nächsten Tagen an dieser Stelle äußern.

Olaf G. Hilscher

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NOVA 21










NOVA 21 ist erschienen!

Titelbild: Michael Marrak

NOVA 21

Kurzgeschichten:

Uwe Post
Witzlos nach Talanta
Illustriert von Gloria Manderfeld

Marcus Hammerschmitt
Im Krankenparlament
Illustriert von Robert Porazik

Michael K. Iwoleit
Arkadia in Transit
Illustriert von Marco Schüller

Steffen König
Albatros
Illustriert von Susanne Jaja

Norbert Stöbe
Rette mich
Illustriert von Tim Eckhorst

Michael Marrak
Coen Sloterdykes diametral levitierendes Chronoversum
Illustriert von Michael Marrak

Klassiker-Story:

Rainer Erler
Die Liebenden von Manhattan
Illustriert von Christoph Jaszczuk

Internationale Gaststory:

Aleksandar Žiljak (Kroatien)
Die Orgon-Ära
Illustriert von Markus Bülow

Paperback, 164 Seiten, Euro 9,80
Erhältlich im Bahnhofs- und Flughafenbuchhandel oder direkt im Webshop

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NOVA 20 – Die Jubiläumsausgabe!

NOVA 20

Die Jubiläumsausgabe von NOVA, herausgegeben von Olaf G. Hilscher und Michael K. Iwoleit, ist am 18. Oktober 2012 erschienen.

Zum feierlichen Anlass unseres Jubiläums – 20 Ausgaben in zehn Jahren – haben wir einige der besten deutschen Science-Fiction-Autoren zusammengetrommelt, die eine abwechslungsreiche Mischung aktueller, ebenso unterhaltsamer wie literarisch anspruchsvoller Erzählungen präsentieren:

Christian Günther „Reichspunks“

Thorsten Küper „Rekonstruktor“

Michael Marrak „Der Kanon mechanischer Seelen“

Karsten Kruschel „Teufels Obliegenheiten“

Frank W. Haubold „Das Jenseits der Maschinen“

Sami Salamé „Himmelfahrt mit Focus 10“

Frank Hebben „Die Kinder der großen Maschine“

Marcus Hammerschmitt „Über dem Altar“

Internationale Gaststory:
Nancy Fulda (USA) „Bewegung“

Sowie einem Artikel von Thorsten Küper über „Literatur im Metaversum“

Illustriert wurden die Stories von Michael Wittmann, Christoph Jaszczuk, Jessica May Dean, Christian Günther, Si-yü Steuber, Stas Rosin, Robert Porazik, Jan Neidigk und Markus Bülow.

Das Titelbild stammt von Timo Kümmel.

NOVA 20 ist erstmals neben dem Direktvertrieb auch im Bahnhofs- und Flughafenbuchhandel in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich, ebenso als eBook via Amazon für den Kindle.

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Jubiläumsausgabe NOVA 20

NOVA 20

Unsere Jubiläumsausgabe – 20 Ausgaben und zehn Jahre! – erscheint Mitte Oktober.

Die Ausgabe versammelt Kurzgeschichten bzw. Novellen von einigen der besten und bekanntesten deutschen Science-Fiction-Autoren, z.B. Marcus Hammerschmitt, Michael Marrak, Frank W. Haubold, Michael K. Iwoleit, Steffen König, Christian Günther, Nancy Fulda, Karsten Kruschel, Frank Hebben, Sami Salamé und Thorsten Küper. Das Titelbild stammt vom letztjährigen Kurd-Laßwitz-Preisträger Timo Kümmel.

NOVA 20 wird neben dem gehabten Direktvertrieb über den Verlag auch über die Bahnhofs- und Flaghafenbuchhandlungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz erscheinen. Eine eBook-Version für den Kindle-Reader von Amazon wird es ebenfalls wieder geben.

Wir freuen uns auf eine spannende NOVA-Ausgabe!

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Interview mit Olaf G. Hilscher und Michael K. Iwoleit

deutsche-science-fiction.de

Auf der Portalseite deutsche-science-fiction.de ist seit heute ein Interview mit den NOVA-Herausgebern Olaf G. Hilscher und Michael K. Iwoleit online. Thematisch geht es um die Zukunft von NOVA im Allgemeinen und die Jubiläumsnummer 20 im Besonderen.
Zu finden ist das Interview hier.

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Herr Hahn lebt!

Zugegebenermaßen war es vielleicht nicht so geschickt, in NOVA 19 den Nachruf auf Viktor Farkas direkt vor das Special zu setzen, mit dem wir Ronald M. Hahn aus dem Herausgeber-Team verabschiedet haben. Nicht wenige haben – zumindest für eine Schrecksekunde – daraus auf ein Ableben des Herrn Hahn geschlossen. Dem ist natürlich glücklicherweise mitnichten so.
Ein Schreiben, das mich dazu erreichte, möchte ich hier veröffentlichen, weil es quasi auch nochmal ein Update des Specials ist. Es stammt von Martin Baresch, wohl eher unter seinem Geburtsnamen Martin Eisele als Autor und Übersetzer bekannt:

Lieber Olaf –

Herrgott-Kruzitürken, habt Ihr mir mit dem neuen NOVA 19 einen Schrecken eingejagt: Seh ich auf dem Backcover: „Good bye, Ronnie!“ – Blättere ich dat Dingens durch und sehe: NACHRUF, desgleichen auf der gegenüberliegenden Seite ein ganzseitiges Foto von Ronald M. – Erstmal setzen, nochmal blättern. Runterkommen. Lesen. Begreifen. Unser Ronald, er ist nicht in die Ewigen Jagdgründe der „bösen Buben“ (Eigenaussage in „Imperium Rhodanum“) eingezogen, unser Ronald, der lebt, schreibt („Sherlock Holmes und die geheimnisvolle Wand“ ist bei Blitz für 11/2012 angekündigt) und rockt (mit den Wupperkrampen). – So leid es mir für Viktor Farkas tut, dem der Nachruf galt – aber jetzt erstmal: durchatmen.
Au, Mann. Nach dem Tod von Hans Joachim Alpers, mit dem mich eine mehr als 30jährige Freundschaft verband, an der ein gewisser Herr Hahn („Gott säge und verhüte Euch!“) nicht ganz unschuldig ist, wie an so vielem anderen auch in meinem Leben, bin ich doch verdammt dünnhäutig geworden, wenn ich das Wort NACHRUF sehe, und das ausgerechnet in NOVA.
Umso schöner dann das Special, das Ihr IHM gewidmet habt.

Wobei ich bei allem neidlosen Anerkennen (und Schmunzeln) des über „Herrn“ Hahn zu Protokoll gegebenen doch irgendwie bedauere, dass „nur“ der innere Zirkel hier zu Wort kam. Deshalb hier eine ergötzliche kleine Liebeserklärung an den „bösen Buben“ von außerhalb des Zauns, auf dass sich das Bild noch ein wenig runde:

Da auch ich vor gefühlten Jahrhunderten – damals noch unter meinem Geburtsnamen Martin Eisele – einer jener „hoffnungsfrohen“ Jungautoren war, die „Herr“ Hahn sozusagen traditionsgemäß überaus gern und berechtigt auf die Schippe nahm, hätte auch ich dereinst zum Beispiel das perfekte Opfer abgeben können: Einer, der sich in einem elendig lächerlichen „Mehr-Städte-Club“ namens „Science Fiction Zentrale Kreis Göppingen“ austobte sowie als Herausgeber eines rückblickend betrachtet noch viel lächerlicheren, weil so überernst genommenen Infoblättchens namens „Newsletter“, später gar „Newsletter vereinigt mit Fanews“. Einer, der nicht wusste, wohin mit seiner kreativen Energie, der links fühlte und dachte, das alles jedoch schreibend eher noch nicht sooo ausdrücken konnte (auch in dem auf „Newsletter“ folgenden „Literarischen“ Magazin Cera Plan Orbis noch nicht), und das im Mahlstrom der schwäbischen Diaspora (!), in einem familiären Umfeld von hart arbeitenden Eltern (der Vater schuftete als Drucker) und sehr, sehr vermögenden Eltern der Freundin – bei gleichzeitiger Lehre zum – Obacht! – Steuerbevollmächtigten im Württembergischen Genossenschaftsverband; mit Zwischenstationen als Bankrevisor-Assistent.

Es gab Andere, debattengestählte und stahlharte – und, nebenbei gesagt, bierernste und total selbstverliebte – „Big Name“ Fandom-Linksguerillas (Kurt Sterz oder Kurt S. Dedenka hießen sie, glaube ich), die das Fadenkreuz auf meiner Stirn instinktgesteuert sogleich erfassten und aus allen Rohren feuerten in ihren spiritusgedruckten Kampfblättchen mit Auflage 19einhalb.
Nicht so „Herr“ Hahn. Nicht einmal, als ich IHM „mal einfach so“ ganz lässig eine Geschichte zukommen ließ mit der Bitte um Begutachtung – Titel: „Feuer, welches Körper und Seele umfließt“.
Bierernster Fan, bierernste Geschichte. Aber gaaanz tief empfunden.
Und was passiert? Ganz entgegen SEINER ansonsten doch eher spöttelnden Bemerkungen, was solche „Herrschaften“ und deren vermeintlich „schriftstellerischen“ Ergüsse anbelangte, nahm ER sich doch tatsächlich die Zeit, mir schriftlich ein paar Zeilen zu schicken, moderat: Schreiben kannst Du, aber versuch`s doch mal mit mehr Dialog, vielleicht einen Heftroman.
Woraufhin er alsbald mit einem SF-Roman von mir für die „Gemini“-Reihe bei Kelter belohnt wurde. Titel dieses Werks: „Wo ist Trost?“
Trost war natürlich der Name des agierenden genialen Weltraumagentenhelden, eine ganz wahnwitzig-putzige kleine Pointe des austrebenden Autors, wahaha. „Herr“ Hahn gab, unerschütterlich, in wohlgesetzten Worten weitere Tipps, unter anderem den, sicherlich nur ein ganz klitzekleines bisschen boshaft, es doch mal eher mit „Frauenromanen“ zu versuchen und die an HJ Alpers zu schicken, der sie agentenmäßig dann zur Verwertung bringen werde.

Solcherart beflügelt, versuchte ich es dann mit „Frauen“-Heftromanen, las „Imperium Rhodanum“ und „Garp und wie er die Welt sah“ von John Irving („Er wurde geboren mit einem sonnigen Gemüt und der Gewissheit, dass die Welt verrückt ist“) und alles von Mark Twain, Poe, Lovecraft und, natürlich, die „Science Fiction Times“ (und brachte in der No 138, glaube ich, auch mal einen Beitrag unter), guckte Monty Python, entdeckte nicht wenige Splitter eines Hahn`schen schwarzen Humors auch tief in mir, die es mir ermöglichten, mal ganz herzhaft und laut über mich selbst zu lachen, schmiss PR, meinen erlernten Beruf, die ganzen Clubaktivitäten, heiratete und schrieb Zeitschriften-„Kurzromane“, dann ein halbes Jahr später – dank HJ Alpers und seiner guten Kontakte zu Kelter regelmäßig für den „Geister Krimi“, „Kerzenschein“ und x andere Reihen, auch die damals neu gegründete Taschenheft-Reihe „Caroline“ usw; schließlich kamen „Kommissar X“-Romane dazu, unter dem Pseudonym eines befreundeten älteren Autors, und mit einem Freund aus Lüneburg zusammen ein paar Romane für „Gemini“ (die unter „Herrn“ Hahns Pseudonym Thorn Forrester veröffentlicht wurden, ohne dass „Herr“ Hahn den Liebesromanautor erkannte, obwohl selbiger als „Mark Eyssell den taffen Romanhelden gab), später dann „Damona King“ (als Ryder Delgado – als Verneigung vor „Manuel S. Delgado“ … wir ahnen, wer das war, gell), „John Sinclair“ und ein paarhundert Hefte mehr.
Irgendwann die Einsicht: Genügend Handwerkszeug gelernt. Jetzt immer nur so weiter am Fließband … och nö.
HJ Alpers gab mir 1977 die Chance, mich neben dem Heftromanbrotberuf auch als Übersetzer zu versuchen und dabei weiter zu lernen. Ausgerechnet an einem Episoden-Roman eines meiner damaligen Lieblingsautoren: John Brunner. „Sie schenkten uns die Sterne“ (1978 bei Moewig). „Herr Hahn“ gab mir Philip José Farmers „Tiers“-Serie, HJA dann Jo Claytons „Diadem“-Serie, Fred Saberhagen, Philip Dick („Schachfigur im Zeitspiel“ usw). Bald arbeitete ich neben meiner Autorentätigkeit für Kelter und Bastei für Bastei auch als Übersetzer (Wagners „Kane“-Romane, Lustbaders „Dai San-Trilogie, später die James Herbert-Paperbacks „Moon“ und „Magic Cottage“), und für Goldmann und für Luchterhand. So lief beides ein paar Jährchen parallel.
Bis ich irgendwann im Lauf eines Vortrags an der Hochschule für Film und Fernsehen in München Roland Emmerich kennenlernte, während ich schon meine Jugendbuchserie „Camelon“ schrieb, für Pelikan. Und mit Emmerich derweil an seinem Abschluss-Film herumbastelte – „Das Arche Noah-Prinzip“. Nach der Novelisation für Heyne habe ich später dann für alle in Deutschland gedrehten Emmerich-Filme das „Buch zum Film“ geschrieben, an „Stargate“ (mein ursprünglicher Arbeitstitel: „Necropol“) und „Independence Day“ mitgearbeitet und dann abgeheuert, weil, immer nur die Welt kaputtmachen … och nö. Dann lieber wieder übersetzen (Für das „Scorpionenhaus“ gab es den Literaturpreis Buxtehuder Bullen) und Kinder- und Jugendbücher schreiben („Leselöwen-Entdeckergeschichten“), eigene Drehbuchprojekte in Deutschland, Bücher unter x Pseudonymen. Und auch mal ein paar böse Geschichten (fast bis zur Pleite abgezockt von einem Agenten), noch bösere Krankheiten (Holzschutzmittelvergiftung, 20 Jahre später Gehirntumor-OP, Bestrahlung und Chemo) und geschäftsschädigende Gerüchte („Schmeißt alle Abgabetermine“) überlebt.
36 Jahre bin ich in diesem Jahr selbständig als Autor & Übersetzer, lustigerweise war am 1. April Jubiläum.

Ja, und an all dem ist eben auch dieser „Herr“ Hahn schuld. Weil er das, was er in seinem in NOVA No 6 oder 7 veröffentlichten Nachruf auf Walter Ernsting/Clark Darlton geschrieben hat, auch selber gelebt hat; weil er einen hoffnungsfrohen Schreiberling aus einem katastrophalen Soziotop zum richtigen Zeitpunkt einfach mit seinem Hahn`schen Humor über alle Grenzen hinweggetragen, ihm neue Welten, neue Sitten (im übertragenen Sinne, Du weißt schon) gezeigt, ihm den richtigen Mentor, nämlich den besonnenen HJ Alpers an die Seite gestellt und ihn trotzdem irgendwie ernst genommen (auch wenn er sich insgeheim bestimmt die Hosen nass gelacht) hat! – Und auch mit ein paar sinnvollen Tipps – und Jahre später mit Übersetzungsaufträgen – nicht gegeizt hat.

Noch eine Pointe zum Schluss: Als ich letztes Jahr endlich mal die Eier hatte, Ron mal wieder zu stören (wegen NOVA, übrigens), da fragt der mich doch, als wär seit „damals“ kein Tag vergangen: „Und? Schreibst Du immer noch diese Frauenromane für Kelter?“

Herzliche Grüße!
Martin

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